Mal wieder eine Portion Dummheit tanken

Ich hatte geschrieben, dass ich nicht mehr deutsche Medien konsumiere.

Ich las Artikel von intelligenten und talentierten, ausländischen Journalisten, die noch echte Journalisten sind, politisch links, aber nicht scheinheilig, nicht arrogant oder unverschämt und politisch korrekt aus Überzeugung und nicht weil es gut ankommt.

Aber leider wurde ich heute wieder schwach. Artikel, die ohne unzähligen Sexismus gegenüber Frauen oder provinzielles Gelaber von deutschen Idioten auskommen, die von nichts eine Ahnung haben? Kein Osteuropa-Stammtisch-Bashing wegen der Flüchtlinge und dem “guten“ Deutschland, keine unzähligen Artikel über die AfD mit welchen man der Welt zeigen kann, dass man selbst ja so ein viel besserer Mensch ist? Keine Empfehlungen für langweilige Bücher?

Nein, Artikel von intelligenten, weltgewandten Menschen, die das Herz am rechten Fleck haben.

Leider verspürte ich aber auf einmal ein Verlangen etwas Dummes zu lesen, das intelligent herüberkommen soll und als “Gesellschaftskritik“.

Was also machen, wenn man solche Gelüste hat?

Es ist so bei manchen Menschen: Man weiß, man sollte sich etwas Schönes kochen mit viel Gemüse, aber man geht in einen Imbiss, wo sich derjenige, der das vor Fett triefende Essen zubereitet, nicht die Hände nach dem Toilettengang wäscht und sich beim Zubereiten des Fett-Essens am Hintern kratzt und auf das Essen hustet und ejakuliert und Salmonellen sind noch das Harmloseste, was man sich da einfangen kann, aber man will es einfach, auch wenn man weiß, dass es nicht gut für einen ist. Man will das fettige, verseuchte Essen. So mache ich das manchmal bei Medien.
Die erste Adresse dafür wäre natürlich die Springer-Presse, aber ich möchte der Welt keine Klicks geben.

Ich entschied mich deshalb für die Welt Light.

Die linksliberale Zeit.

Die Startseite schien noch etwas unschuldig.
Ich klickte auf Kultur (haha, “Kultur“) oder so etwas und wurde sofort fündig.

Eine Dame mit dem Namen Marlen Hobrack schreibt:

“Orangefarbener Spachtelteint, falsche Locken und Kastenbrauen: Das weibliche Schönheitsideal der britischen Arbeiterschicht macht Karriere“

und
“Die Scouser Girls der Working- und Lower-Middle-Class jedenfalls träumen von einem gesellschaftlichen Aufstieg, der durch harte Arbeit nicht zu erreichen ist. Man kann im Kosmetikstudio oder im örtlichen Tesco-Markt noch so viele Überstunden schieben, reich wird man davon nie. Und in dem ungeheuer teuren englischen Universitätssystem sind diejenigen, die sich nicht an die dreißig- bis fünfzigtausend Pfund Schulden für ihre Ausbildung aufbürden wollen, eben ziemlich arm dran.“

Ich frage mich, wie man darauf kommt über so etwas einen Artikel zu schreiben. Ich weiß jedenfalls wie ich lieber aussehen würde: lieber wie eine britische “’Unterschichtenbarbie“ als so wie irgendeine deutsche Journalistin, Autorin oder sonst etwas.

Desweiteren

Seit wann hat man in der “Unterschicht“ Geld Unmengen an Geld übrig für

 

Extensions

Brust-Ops

Spray-Tans

glitzrige, kurze Outfits und Schuhe

Lippenaufspritzungen

Wimpernverlängerungen

Make-up für den Porno-Look

Geld, um die teuren Bars zu gehen, wo die Fußballer verkehren, die man ehelichen möchte

 

wenn man doch an der Supermarktkasse arbeitet wie im Artikel geschrieben wird?

 

Die Mädels sind nicht “Unterschicht“, aber was sollte auch eine deutsche Provinz-Trulla mit genügend Geld schon über die “Unterschicht“wissen?

Solche arroganten hihi-witzig-Artikel sind peinlich, aber typisch für deutsche Medien. Wenn man nichts Intelligentes finden kann, worüber man schreiben könnte, sollte man es vielleicht lieber lassen. Dass die Zeit aber Artikel wie diesen veröffentlicht, die eher zu einer Frauenzeitschrift oder zu einem Klatschmagazin passen, zeigt nur, was für eine “Zeitung“ die Zeit ist, wobei wir wieder beim arroganten, sexistischen Gerede deutscher Provinzler wären.

Ich weiß aber auch nicht, warum dumme Menschen, die sich für intelligent halten, so unterhaltsam für mich sind. Warum lese ich so gerne ihr hohles Gerede? Warum hat ihr beschränkter Horizont so etwas Unterhaltsames?

Ich muss aber dennoch deutsche Medien wieder vermeiden. Ich möchte ja nicht verblöden wie die deutschen Journalisten. Es müsste eine Selbsthilfegruppe für uns intelligenten Menschen geben, die ab und zu etwas Dummes lesen möchten.

 

Man muss aber dieser Journalistin eines lassen:

 

Es ist BEI WEITEM nicht der dümmste, arroganteste oder unverschämteste Artikel, den man in den deutschen Medien lesen kann (sie schreibt zumindest darüber, dass es hart-arbeitende, ärmere Menschen gibt und erwähnt Maggie Thatcher). Er ist nicht mal in der Top 1000 Auswahl.

Advertisements

Wien annektiert

Liebe Freunde,

ich habe Wien erfolgreich annektiert.

Erst einmal war ich aber im Café Central. Ich war auf der Wikipedia-Seite und es ist schon merkwürdig, dass die das nicht geupdated haben, dass Streunendekatze da war? Trotzki, Tito, Hitler, Freud, Lenin waren da – ja und was ist mit mir? Ich wollte eigentlich einen Kaffee trinken, aber der kostet da fünf Euro. Das war mir zu teuer. Deshalb war ich nur zum Pinkeln da. Das müsst ihr ja nicht unbedingt erwähnen, wenn ihr den Wikipedia-Eintrag editiert. Vielleicht wollen die vom dem Café das aber auch nicht. Das Café ist ja schon ziemlich beliebt und wenn dann bei Wikipedia noch steht, dass ich auch da war, kommen ja noch mehr Leute.

Zwei Ösi-Homies und ich wollten am Abend in eine Bar, zwei weitere wollten lieber kiffen und rgendein weißes Pulver vor einem Beisl am Tisch ziehen. Ich nannte die Ösis immer Ösis und sie beschwerten sich ein bisschen darüber. Ich sagte daraufhin: “Ja ja, Ösi, ist gut, Ösi.“ Irgendwann hatten sie sich damit arrangiert. Die zwei ausgehfreudigen Ösis und ich zogen los und die Bar war “zufällig“ eine Schwulenbar, in die der “heterosexuelle“ Ösi-Homie wollte. Ich freundete mich da mit einem Paar aus England an und dann wollten der eine Ösi-Homie und ich weiterziehen, aber der “heterosexuelle“ Ösi-Homie wollte lieber bleiben und sich mit einem Mann “unterhalten“. Auf dem Weg in eine andere Bar, lernten wir noch Johanna kennen, die sagte, dass sie in eine Bar geht, weil sie heute Nacht nicht nach Hause kann und sie möchte keine Fragen gestellt bekommen. “Das ist gut,“ sagte ich. “Leute, die zu viele Fragen stellen, sind anstrengend.“ Johanna stellte sich als echte Herzensbrecherin heraus, denn in der Bar versammelten sich gleich mehrere Männer um sie und versuchten mit ihr ins Gespräch zu kommen. Ein Mann zum Beispiel, der eine Sonnenbrille in der Bar trug oder ein Mann, der, glaube ich, nicht ganz knusper ist, weil er immer so ein bisschen ausgetickt ist, aber lachend. Er hat immer so komische Lachanfälle bekommen und komisch geguckt. Fröhliche Menschen sind etwas Schönes. Mein Ösi-Homie schien auch interessiert und noch ein paar weitere, aber ich war schon zu besoffen, um dem Ringelrein von Johannas Verehreren zu folgen. Ein Ösi stand etwas weiter von uns weg und beobachete uns skeptisch-amüsiert. Er sah immer zu uns herüber, während er seine Zigaretten drehte, rauchte oder Bier trank. Er sah eigentlich ganz schnuckelig aus, dachte ich. Johanna hatte gleich ein Dutzend Verehrer abgestaubt – da könnte ich mir ja einen schnappen. Wir kamen ins Gespräch und unterhielten uns. Ich weiß nicht mehr über was. Der Ösi erzählte irgendetwas Ösi-mäßiges und ich betrank mich weiter. Irgendwann fragte der Ösi mit was “für Leuten ich abhänge“ und nannte sie “50+“. Ich drehte mich zu meinen Ösis und sagte, dass einer aber eher wie Ende 30 aussieht und Jüngere nur langweiliges Zeug erzählen. Da nickte der Ösi. Ich sah wieder zu meinen Ösis und sah, dass mein Lieblings-Ösi einsam in der Ecke saß – der, der immer so komisch lachte, schien das Rennen um Johanna gewonnen zu haben. Ich wollte meinem Ösi ein bisschen helfen und stupste ihn an und sagte, dass er nicht so schüchtern sein soll und mit Johanna reden soll, aber das nützte leider auch nicht viel und Johanna verschwand in die Nacht. Mein Ösi ging nach Hause und der Ösi in meinem Alter und ich gingen in einen Park. Der Ösi sagte, dass er in Kärnten aufgewachsen ist und sagte mir, dass der Baum unter dem wir lagen, irgendetwas mit F heißt, aber ich denke nicht, Fichte. Vielleicht sagte er aber auch Fichte und ich war zu betrunken. Ich sagte, dass ich einen Freund habe, der auch naturverbunden ist, seit er im Knast zu viele Drogen genommen hat und denkt, dass er mit Bäumen reden kann. Der Ösi fragte, was ich Wien mache. Ich sagte, dass ich Wien annektieren möchte. Da lachte der Ösi und fragte, was sich ändern würde in Wien, wenn ich an der Macht wäre und ich sagte, dass es so ähnlich bleiben könnte, aber das ich auf der Fahne drauf sein möchte und Gebieterin genannt werden möchte. Da lachte der Ösi wieder und dann wurde ich vereidigt, weil der Ösi mich küsste. Ich denke, das machen die Ösis so. Wenn jemand kommt und sagt, dass er sie annektieren möchte und man daraufhin geküsst wird, kann das ja nichts anderes bedeuten. Ich war erst etwas erstaunt darüber und der Ösi sagte, dass das aber besser geht und ich mich nicht so wegdrehen soll und dann legte der Ösi richtig los und es war schon ganz gut, aber auch ein bisschen eine Zahnreinigung und Mandelmassage, aber was tut man nicht alles, um seinem Volk entgegenzukommen. Ich möchte die Ösis unter meiner Frauschaft ja nicht zu sehr verwirren. Ich wollte eigentlich nur Wien annektieren, aber weil die Ösis mir einem aus Kärtnen für die Vereidigung geschickt haben, denke ich, dass sie möchten, dass ich ganz Österreich annektiere. Ja, warum eigentlich nicht? Keine Sorge, Ösis. Ihr gehört jetzt nicht zu Deutschland (pfui). Denkt ihr so jemand Supercooles wie ich ist ein Piefke? Ah geh, bitte. Ihr gehört jetzt zu meinem Katzenreich. Benehmt euch und macht eure Gebieterin stolz. Ich hätte auch gerne ein paar Statuen von mir in Wien. Danke.

Gastbeitrag von Harald Martenstein

Es gab auf diesem Blog bereits einen Beitrag von Martenstein, den man hier (click) nachlesen kann. Dieses Mal ist seine Sekretärin im Urlaub und er hat ihn ganz alleine verfasst. Wir sind stolz auf dich, Harald. Guter Junge.

Ugga ugga ugga ugga ugga

Ugga ugga ugga ugga ugga? Uga.

Ugga ugga ugga ugga ugga? Ugga ugga ugga. Ugga ugga bum bum bum. Uga uga uga uga uga, uga uga uga uga. Uga uga uga.

Martenstein schlägt sich mit den Fäusten auf die Brust, um seine Aussage zu unterstreichen. Weiter im Text.

Ugga ugga ugga, ugga ugga ugga. Ugga ugga ugga ugga ugga. Ugga ugga ugga ugga ugga. Uga uga uga uga uga uga uga. Ugga ugga ugga? UGA! Uga uga uga.

Martenstein schlägt sich wieder mit den Fäusten auf die Brust.

Ugga ugga ugga ugga ugga. Ugga ugga ugga? Ugga ugga ugga ugga ugga ugga. Ugga ugga ugga ugga ugga.

SADJASWjoawjpsdjpwadsjpwsadjpsdjpsddfgkqawsdfkdajfesijoswefoisefwouefsajosdjashasjpf.

Danke für den Gastbeitrag, Herr Martenstein.Wie immer äußerst erhellend, was Sie zu sagen haben.

Triggern bis zum Äußersten

Ich möchte mich beim Missy Magazin um eine Praktikumsplatz bewerben und dann komme ich zum Vorstellungsgespräch und da sind die dann alle.

“Es ist aber heiß hier,“ sage ich und mache meine Strickjacke auf. Auf meinem T-Shirt steht TERF.
Alle Missy-Magazin-Mitarbeiter*innen fangen an zu schreien.                                                        Ich sage: “Das ist doch nur ein Witz. Es steht Terfeziaceae auf meinem Shirt.                             Hengameh ist da.
Ich sage: “Du bist aber eine schöne Frau.“
Hengameh: “Ich bin keine Frau.“
Ich: “Du musst dich doch nicht schämen. Frau sein ist doch keine Schande. Wollt ihr Vulva-Cupcakes? Ich habe welche gebacken.“
Alle schreien.
“Wir sind gegen Vulvas,“ schreien sie.
“Ich habe noch mehr Geschenke für euch,“ sage ich.
Ich hole Glitzersteine aus meiner Tasche.
“Wollen wir uns Bindis aufkleben?“ schlage ich vor.
“DAS IST KULTURE ANEIGNUNG,“ schreien sie.
“Ich halte nichts von Kultur, ich bin ein Prolet,“ erwidere ich.

Das ist zu viel für die Queer“feminst*innen“.

Zusammengekauert liegen sie in der Ecke und schreien. Der psychiatrische Notdienst muss kommen.

“Sie haben diese Queermenschen bis zum Äußersten getriggert“.

“Das war doch nur ein verfrühter Aprilscherz,“ sage ich.

“Queerfeminist*innen scherzen nicht,“ sagen die vom Notdienst und führen sie in Zwangsjacken ab.

Die Missy Magazin-Schreiber*innen haben zum Glück vorher noch bei Twitter gepostet und Margarete Stokowski und Anne Wizorek gesagt, was geschieht und auch sie sind bis in den Wahnsinn getriggert worden und werden in die Psychiatrie zwangseingewiesen.

Missy Magazin, Stokowski und Wizorek können nicht mehr posten und alle lesen jetzt eher die Störenfriedas

oder den besten Blog der Welt

streundendekatze.wordpress.com

Anstalt

Die Anstalt ist die beste Sendung im deutschen Fernsehen.

Ich liebe Max Uthoff so.

Ich verzeihe der Anstalt auch, dass sie die unerträgliche, unlustige Dummbratze Hazel Bruggers eingeladen haben.

Hazel, die Witze über Autisten macht oder die in ihrem “Buch“ geschrieben hat, dass sie gerne “behindert“ als Schimpfwort sagt, weil sie eben ein Arschloch ist (oder so ähnlich).

Wenn es nicht so peinlich und vulgär wäre berühmt zu sein, würde ich berühmt werden müssen und dann würden Hazel und ich mal in einer Talkshows auftreten und ich würde eine Flasche nehmen und sie kaputtschlagen und Hazel beim Kragen packen und ihr die Flasche an den Hals halten und schreien: “Hazel, du kleines Stück Scheiße, bald kannst du dich auch als behindert bezeichnen.“ Ich würde dann aber in die Kamera lachen und sagen: “Nein, Gewalt ist doch keine Lösung ha ha.“ und die Dummbratze loslassen. Das wäre mir eine Strafanzeige wert und meine Sozialstunden würde ich gerne in einem integrativen Kindergarten oder einer Behindertenwerkstatt machen und wenn die mich dann dort fragen, was ich angestellt habe, würde ich sagen, dass ich eine Dummbratze ein bisschen geärgert habe, die “behindert“ als Schimpfwort benutzt und Witze über Autisten macht.

Ich habe mal ein Interview des Verlegers bei Hazels Verlag Kein&Aber gelesen, der etwas von “Qualität“ faselte und wie er die Bücher auswählt und dann verlegt der so einen grottenschlechten Schrott. #peinlich

Aber genug über Scheiße geredet. Kommen wir wieder zu etwas Gutem.

Die Anstalt.

Ich weiß nicht, ob ich die Anstalt oder Martin Schulz mehr liebe?

Ich muss knobeln oder so etwas.

Nein, das war ein Witz. Gangsta wie ich knobeln nicht. Knobeln ist nur etwas für Streber wie euch.

Ich als Genie (und Gangsta) muss nachdenken.

Til Schweiger, Jan Böhermann, Campino

Ich habe gelesen, dass Til Schweiger eine Kita für Flüchtlingskinder eröffnet hat. Er hat eine Stiftung, die Til Schweiger Foundation, und knapp über die Hälfte der Kosten für die Kita wurde von seiner Stiftung getragen.

Ich mag Til Schweigers neue Filme nicht sonderlich. Ich kenne eher seine alten Filme. Von den neueren kenne ich nur Auschnitte und diese mochte ich nicht, aber ich denke, dass Schweiger ein ganz netter Typ zu sein scheint.

Ich weiß, dass sich der peinliche, unlustige Böhmermann mal über ihn lustig gemacht hat, weil er bei Facebook komisch schreibt oder so etwas, aber ich wüsste nicht von einer Böhmermann Foundation, die eine Kita für Flüchtlingskinder eröffnet hätte. Ich weiß nur von einem Böhmermann, der in seiner Sendung “Vergewaltigungswitze“ macht. Til Schweiger macht zum Beispiel keine Vergewaltungswitze. Böhmermann sagt “N-ger“, Schweiger nicht, Böhmermann macht Witze über Frauen in Österreich in Kellern – wie avantgardistisch und einfallsreich, Schweiger macht das nicht, Böhmermann versucht Erdogan zu beleidigen, nimmt dazu aber gängige Beleidungen, die man so für Türken hat, Schweiger macht das aber nicht. Böhmermann geht erst zu RTL, aber seine Sendung wird abgesetzt und er rächt sich mit diesem Verafake. Schweigers Karriere läuft zu gut und er braucht sich nicht zu rächen. Campino macht einen “Band Aid“ mit anderen Künstlern, Böhmermann macht sich darüber lustig, weil das ja völlig normal ist, dass man sich lustig machen sollte über Leute, die sich für eine gute Sache einsetzen – auch wenn es für sie ein bisschen Promo bedeutet. Böhmermann macht sich über die süße, unschuldige Julia Engelmann lustig, aber lädt in seine dummen Sendungen ständig Springeridioten ein. Spendet Böhermann Geld?

“Pimmelwitz“

Ich meide schon seit Längerem deutsche Medien. Die meisten deutschen Zeitungen sind doch immer noch zu sexistisch (unter anderem). Immer wieder gibt es sexistische Artikel, die es so bei ausländischen Zeitungen nicht gibt. Über “Zeitungen“ und “Magazine“ wie Bild, Welt, Focus und “rechtsnationale“ oder “konservative“ muss man erst gar nicht reden, aber selbst bei den übrigen gibt es so viele sexistische Artikel, die es so bei ausländischen Zeitungen nicht gibt. Es hat etwas Kleingeistiges und “typisch Deutsches“. Selbst “linke“, deutsche Zeitungen kann man nicht lesen, wenn man sich nicht immer mal wieder ärgern möchte. Bei linken Zeitungen aus dem Ausland ärgere ich mich nie über Sexismus – ich ärgere mich eher darüber, wenn sie mir zu “regressiv links“ sind. Das geht mir auch bei Menschen so. In Deutschland ärgere ich mich über Sexismus und altmodische Rollenbilder und im Ausland ärgere ich mich, wenn Menschen mir zu “links“ sind. Ich bin politisch eher Mitte links und manche Meinungen erscheinen mir zu naiv oder weithergeholt. Ich kann mich aber über diese “Linken“ nicht so ärgern, weil es gutgemeint ist.

Gestern las ich aber mal wieder deutsche Nachrichten und nach ungefähr einer Minute musste ich das Wort “Pimmelwitz“ lesen. Ich klickte auf einen Link.

Deutschland, enttäuscht nicht.

Um was ging es?

Eine Sendung mit Jan Böhmernan und Olli Schulz zum Thema Sexismus vom 6.März. Ein Artikel bei Stern.de Schorsch Kamerun hätte sich ein bisschen geärgert.

Ich mag Schorsch und habe mir deshalb die Sendung angesehen. Ich mag Jan Böhermann nicht und seit Olli Schulz mit ihm so eng ist, mag ich ihn auch nicht. Ein Bekannter hatte 2016 Karten für ein Konzert von Olli und hat mich gefragt, ob ich mitgekommen möchte. Kostenlos. Ich habe abgesagt. Böhmermanns und Schulz‘ Niveau ist so tief – es passt durch die Tür durch. Es ist so tief – ihm ist die Kanalisation nicht zu weit unten und nicht dreckig genug. Aber wegen Schorsch Kamerun wollte ich mir die Sendung ansehen. Ich könnte ja immer noch vorspulen, wenn Schulz und Böhmermann reden. Ich habe es nur für Schorsch gemacht.

Die Gäste: Schorsch Kamerun, Laura Himmelreich, Ben Tewaag, Rolf Pohl und Moderatoren Jan Böhmermann und Olli Schulz.

Böhmermann und Schulz enttäuschen nicht.

Die Sendung beginnt und es fällt auf, dass nur eine Frau eingeladen wurde. Schulz und Böhmermann sagen, dass nur Himmelreich kommen wollte.

Böhmermann stellt Ben Tewaag vor und erwähnt wegen was Tewaag schon mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist. Er sagt: “…und schlug die eigene Freundin zusammen.“ Er lacht.

Ich weiß nicht, ob es akzeptabel wäre, wenn es nicht die eigene Freundin wäre oder die Freundin eines oder einer anderen und dann auch noch das dumme Lachen von Böhermann und Teewag lacht gleich mit.

Später befragt Böhmermann Laura Himmelreich zur “Aufschrei“-Debatte um Rainer Brüderle. Er fragt Laura Himmelreich, ob sie ein “schlechtes Gewissen“ hätte, weil sie Brüderle so viel Ärger gemacht hätte. Himmelreich sagt, dass sich Brüderle hätte professionell verhalten sollen und dann hätte sie auch nicht einen Artikel über ihn geschrieben. Schon allen die Frage nach dem schlechten Gewissen, lässt erahnen, was für eine Hohlfritte Böhermann ist. Mann macht sexistische Äußerung, Frau beschwert sich, die Frau ist schuld. Peinlich.

Himmelreich ist die Chefredakteurin des Vice-Magazins. Olli Schulz fragt, wie es sein kann, dass es bei Vice Artikel über Drogen und Sex gäbe, wenn sie doch gegen Sexismus sei. Sie und Rolf Pohl müssen ihm den Unterschied zu Sex und Sexismus erklären.

Immer wieder macht Schulz platte “Witze“. Schorsch Kamerun beschwert sich darüber. Selbst Böhmermann erscheint in einem besseren Licht neben Olli und nicht ganz so platt.

Böhmermann und Schulz sagen, dass Sexismus eben “ein schwieriges Thema“ sei und die Welt komplizierter als früher sei.

Falsch, denke ich. Ihr seid nicht intelligent genug. Daran liegt es. Man muss Frauen viel gleichwertige Menschen behandeln. Das wäre erst mal der Anfang.

Was lässt sich zu der Sendung sagen?

Eine Sendung allein mit Rolf Pohl, Schorsch Kamerun und Laura Himmelreich ohne Böhermann und Schulz, bitte.

Böhermann und Schulz waren wie Teenie-Jungs, die die Diskussion der Erwachsenen immer wieder gestört haben. Der Sozialpsychologe Pohl, der nur Kluges gesagt hat, Laura Himmelreich, die irgendwann gar nichts mehr sagen wollte, weil es ihr zu dumm war und Schorsch Kamerun, der, wie ich merkte, jemand ist, der vielleicht keine feministischen Bücher (First und Second Wave) liest und als Mann von Sexismus selbstverständlich nicht so betroffen ist wie eine Frau, aber es dennoch grundsätzlich versteht und wenn Böhmermann, Tewaag und Schulz nicht ununterbrochen die Gäste unterbrochen hätten und ihren geistigen Trivialitäten zum “Besten“ gegeben hätten, hätte Rolf Pohl Schorsch Kamerun auch einiges erklären können. Schorsch Kamerun war auf dem richtigen Weg und hat sich eigenständig Gedanken gemacht. Dass er ein kluger Mann ist, wusste ich schon vorher, aber es ist dennoch schön, wenn das noch mal bestätigt wird. Er hätte aus “feministischer Sicht“ nur noch einen kleinen Anschubser benötigt.

Unterwegs

Ich sitze am einem Bahnhof. Es gibt kostenloses Wlan.

Ich lese die Nachrichten, aber die machen mich wie immer traurig oder wütend.

Ich öffne eine andere Seite. Ich muss nach grinsen. Ich lese ältere Beiträge. Ich muss schallend lachen. Die Seite ist so witzig. Der oder die Verfasserin muss ein Genie sein.

Dann war es mir aber schon ein bisschen peinlich. Was ist, wenn mich andere Menschen fragen, was ich da lese, was so witzig ist?

Euch kann ich es ja sagen.

Ich habe diese Seite gelesen

http://www.streunendekatze.wordpress.com

 

JA, es ist ein bisschen peinlich und eitel, dass man so über seine eigenen Einträge lacht, aber es wäre doch viel peinlicher, wenn ich mit einem Spiegel am Bahnhof sitzen würde und mein Spiegelbild anschmachten würde. Das würde ich nie machen. Und das hier ist eben der beste Blog der Welt. Sagt es weiter.

Interview mit der Kronen-Zeiung wegen Stefanie Sargnagel

Die österreichische Kronen-Zeitung hat Stefanie Sargnagel unterstellt, dass sie mich getreten hätte und bat mich um ein Interview.

Mit Erlaubnis der Zeitung drucke ich das hier auf dem berühmtesten Katzenblog.

INTERVIEW

Kronen-Zeitung: Streunendekatze, können Sie uns schildern, was sich ereignet hat? Hat sie Stefanie Sargnagel getreten?

Ich: Es war ein ganz gewöhnlicher Tag. Ich als unbescholtene Katze ging meinen Katzenverpflichtungen nach: Schlafen, essen (Gourmet Perle), aus dem Fenster sehen, eine Maus jagen und als ich wie jeden Tag einen Spaziergang machen wollte, sah ich Stefanie und ihre gefährliche Frauen-Gang bzw. Burschenschaft Hysteria auf der Straße. Sie trugen pinke Women’s March-Mützen. DAS SIND DOCH MENSCHEN, dachte ich. WARUM TRAGEN DIE DAS? DAS IST DOCH KULTURELLE ANEIGNUNG. Ich als politisch engagierte Katze wollte höflich nachfragen, was das soll, aber ich wurde so sauer, dass mein sich Schwanz aufstellte und ich fauchte Stefanie und die Frauen an und ich wollte sie auch ein bisschen kratzen, muss ich gestehen. Ich war außer mir vor Wut. Das kann eine Katze schon mal mitnehmen, diese Aneignung.

Kronen-Zeitung: Und daraufhin wurden sie von Frau Sargnagel getreten?

Ich: Nein, nicht ganz. Sie haben gar nicht auf mich geachtet. Ich schätze mal, weil ich so klein und süß bin 😥 Sie haben mich einfach ignoriert und sich weiter unterhalten.

Kronen-Zeitung: Hat Sie Stefanie getreten oder nicht?

Ich: Nein, sie hat den Stechschritt geübt, weil sie wieder auf Lesereise nach Deutschland fährt und das sah nur so aus als würde sie mich treten.

Kronen-Zeitung: Danke für das Interview.

Stefanies Facebook-Profil wurde gesperrt, aber nach meinem Interview hat es Facebook wieder freigegeben.

Ich habe als Bezahlung Katzenminze erhalten. Sie wollten mir erst einen Roman von Akif Pirinçci schenken, aber das wollte ich nicht. Man hat ja gewisse Ansprüche als Katze.

1

Enteignet Springer

#Freedeniz ?

HA, nein.

Keine Solidarität mit Deniz Yücel.

Lasst die echten Journalisten frei und sperrt noch mehr Lügner und Hetzer von der Springer-Presse ein. Kann man für einen echten Journalisten 100 falsche von Springer schicken?

Es soll sie ja niemand quälen, aber sie sollen raus aus Deutschland. In der Türkei könnten sie nicht mehr als “Journalisten“ arbeiten, weil die meisten von ihnen sicher kein Türkisch sprechen und schreiben können und die Menschheit bliebe endlich vor ihren “journalistischen“ Tätigkeiten verschont.

Springer ist die Achse der Dummheit.

Wer das liest, ist dumm.
Wer da arbeitet, ist dumm und geldgierig. Kein Talent, nichts zu sagen, aber eine große Klappe.

Die “Welt“ ist ein peinliches Schmierenblatt für konservative Dummmenschen im Niedrig-IQ-Sektor.

Wie sagte Max Uthoff so schön: “Die Bild für Vermieter“.

“Linke“, die Springer lesen, sind keine Linken.

Sind Springer-Mitarbeiter widerlich? Sind die “Leser“ dumm? Ist Wasser nass?

Sie sind Mediennutten. Ich würde lieber Klos putzen als bei Springer arbeiten.

Welt druckt oder postet Scheiße online und macht aus Scheiße Gold

 

Ein paar “Highlights“ (die ich nur kenne, weil sich andere darüber geärgert haben):

“Welt “ ist eine “Zeitung“, die ihre “Journalisten“ auf das 14-jährige Flüchtlingsmädchen Reem loslässt und daraufhin muss die Familie einen Anwalt einschalten

http://www.menschenrechtsanwalt.de/2015/08/unterstutzung-des-14jahrigen-palastinensischen-fluchtlingsmadchen-reem/

Sexismus ist bei der “Welt“ keine Ausnahme, es ist Standard.

Googelt man Anna-Maria Lewe (Bushidos Frau), sind die ersten beiden Links degradierende “Artikel“ in der “Welt“. BITTE nicht darauf klicken. Keine Klicks für Kotzbrocken. Die Überschriften reichen völlig aus.

Stefanie Sargnagel und Kate Tempest haben laut “Welt“ keine “normativen Körper“, weil sie es wagen über 50 Kilo zu wiegen. Etwas, das die beiden aber im Gegensatz zu Springer“menschen“ haben: Witz, Charme, Intelligenz, Talent, Menschlichkeit.

Angelina Jolie lässt sich von Brad Pitt scheiden, weil er ein Suchtproblem zu haben scheint und deshalb einen Entzug machen muss. Vorher ging er den gemeinsamen Sohn im Flugzeug verbal an. In der “Welt“ steht nur das: Angelina möchte das alleinige Sorgerecht “ganz rachsüchtige Frau“ und Angelina hat ihre Brüste durch ihre Mastektomie verloren und damit leider auch ihre “weibliche Aura“. Zuvor hat sie aber noch Brad Pitt “hässlich gemacht“. Ist er doch nicht mehr so gutaussehend wie früher. Wegen Angelina. (Der “Artikel“, im Übrigen, ist geschrieben worden von einer Frau. Soll Angelina ihre Kinder aufwachsen sehen oder hätte sie ihre Brüste behalten sollten? Man sollte da schon Prioritäten setzen, denn was ist die Frau? Nicht mehr als ein Sexobjekt. Inspirierend.

Brüste

Kathrin Spoerr (Welt-“Journalistin“)

lllllllll

Brüste

Streunendekatze (bester Blog der Welt)

1a

(Ist Spoerr Ulf Poschard in Drag?)

Feminismus ist etwas für arme Frauen und man selbst hat Geld und weil man selbst noch nie diskriminiert wurde, sollen sich die Weiber mal nicht so anstellen. (Geschrieben von weißer, deutscher Oberschichtstussi, die eine Gemeinsamheit mit drei Meter Feldweg hat).

Die in der Klapse mit Borderline und Depressionen sollen sich mal nicht so anstellen. Man selbst ist ja auch mal traurig und jammert nicht.

Man ist homophob und das ist wohl auch gut so.

Der Chef“redakteur“ denkt, dass Menschen, die gegen Raser sind, Langweiler sind. (Besser als neoliberale Möchtegern-Dandys wie Ulf Poschardt).

Eine Frau hat ein Diplom gefälscht. Laut “Welt“ bleibt sie aber immer ein unzulänglicher, kleinbürgerlicher Proletarier aus der Arbeiterschicht. (Besser als bei Springer “arbeiten“).

Poschi schreibt nach Trump-Amtsantritt, dass man mutiger, innovativer, freier und offener sein müsse. Und “schwuler“. Leser bei Springer rasten aus. SIE WOLLEN NICHT SCHWUL SEIN. Springer-Leser, ihr seid nicht schwul und alles andere auch nicht (außer vielleicht dumm und peinlich.) Poschi ändert es in “kreativ“.

Apropos Poschi

Fuck off Poschi.

Es ist nur ein bisschen ärgerlich, dass Lady Bitch Ray Wasser verschwendet hat. Manche Menschen haben kein sauberes Trinkwasser und Ulfi-Dulfi bekommt es ab? Das ist ungerecht.

Henryk M. Broder. Broder ist, sagen wir es mal so, kein Bahnhofsklatscher und passt damit hervorragend zur Welt-Leserschaft.

Es gibt zwei Lager unter den Pseudolinken (regressive Linke):

Lager 1: Israel ist unfehlbar

Lager 2: Der Islam ist unfehlbar.

Broder ist so etwas wie “alt right“ auf Deutsch. Gegen den Islam. Gegen muslimische Migranten.

Dennoch lesen Menschen aus Lager 2 gerne Springer und bezeichnen sich immer noch als “Linke“. Wie kann man eine Zeitung unterstützen, die jemand einstellt, der gegen den Islam hetzt (und auch mal gegen Schwule und gegen Feministinnen sowieso)? Alles ist “Islamophobia“, aber Broder und die Welt sind gut? Seid ihr gar keine Linken und bloß Heuchler? Mhhhhh.

Ein “Journalist“ bei der “Welt“ fragt sich: “Warum unterstützen Feministinnen Gina-Lisa? Die sieht doch aus wie Barbie und ich dachte Feministinnen mögen Barbie nicht?“ Es ist unbegreiflich. Feministinnen unterstützen selbstverständlich nur eine Frau, wenn ihnen das Aussehen der Frau zusagt. Vielleicht sind diesen Feminstinnen die Kontaktlinsen herausgefallen und verschwommen sah Gina-Lisa feminismustauglich aus.

Es gibt viel mehr, aber genug mit Scheiße befasst.

Eines muss man aber selbst Springer lassen – so hohl und provinziell sie auch sein mögen: Sie betreiben keine unsachliche Israel-Dauer-Kritik. Man sollte Israels Regierung kritisieren dürfen, aber manche deutsche Zeitungen scheinen nur darauf zu warten, wenn mal nicht Osteuropa-oder Türkei-Bashing und Deutschland-Lobpreisung angesagt ist. (Sie sind meist aus Lager 2 von oben.) Deutschlands Zeitungen sind eben eher Meinungsmache als Informationsquelle.

Es gibt auf Bali kleine, süße Äffchen die Touristen “bestehlen“. Man könnte doch, wenn die “Journalisten“ von Springer im Exil in der Türkei sind, diese Äffchen nach Deutschland holen, ihnen Laptops kaufen und sie drauflos schreiben lassen und was sie geschrieben haben, könnte man in der Bild Zeitung und “Welt“ drucken. Was das für eine intellektuelle Steigerung wäre.

Erdogan, arkadas, nimm nicht nur Springer, nimm bitte auch Martenstein, Don Alphonso und die ganzen anderen deutschen Intelligenz-Allergiker bei dir auf. Die passen gut zu dir.

Ende der Durchsage.